Sappho Verein Lesbengeschichte, unterstützt vom Café Gleis
Mo 19. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Café Gleis, Zollstr. 121, 8005 Zürich
Lesbische Pionierin: Lesung und Würdigung von Laura Fredy Thoma
125. Geburtstag

Zur Würdigung dieser lesbischen Pionierin
lesen wir aus ihren Texten vor: Aufrufe in der Zeitschrift „Freundschaftsbanner“, Gedichte, Erzählungen, Fortsetzungsromane, Kleinanzeigen.
Laura Fredy Thoma (1901-1966) war 1931 in Zürich die Mitgründerin des «Damenclub Amicitia», der ersten Vereinigung lesbisch liebender Frauen in der Schweiz. Anfang 1932 war sie Mitherausgeberin der Zeitschrift «Freundschaftsbanner», in dem sich «Gleichgesinnte» sowohl ihre «innere Freiheit» wie auch «die grosse Freiheit nach Aussen» erobern wollten.
Als jüngste von 17 Kindern konnte sie zwar keine Ausbildung machen, bildete sich jedoch wissbegierig autodidaktisch weiter und übernahm im «Damenclub» und in der Zeitschrift die Aufgaben als Protokollführerin, Redaktorin, Dichterin und Autorin.
Ihre Texte berühren durch ihre Empathie mit den lesbischen Protagonistinnen und deren Verlangen nach Liebe und Freiheit.
«Licht und Freiheit in der Seele, dass die Schmach euch nie mehr quäle. Los vom Urteil andrer Leute, niemals mehr des Hohnes Beute. Helft das Joch der Ächtung sprengen, Einsamkeit und Qual verdrängen.»
Zum Abschluss erheben wir das Glas zu Laura Fredy Thomas Ehren.
Madeleine Marti, Livia Sutter, Corinne Rufli, Natalie Raeber, Franca dell’Avo
Vergangene Veranstaltungen
Sappho-Verein und Lesbenorganisation Schweiz LOS präsentieren
FR 6. September 2024, 20.00 Uhr: Luise F. Pusch

Luise F. Puschs fantastisches Frauenbiografiewerk – online und offline – Freitag 6. September 2024, 20.00 Uhr
Moderation: Madeleine Marti und Alessandra Widmer
Dieses Jahr hat Luise F. Pusch ihren 80.Geburtstag gefeiert und ist weiterhin kreativ unterwegs. Bekannt als feministische Linguistin („Das Deutsche als Männersprache“), schreibt Luise F. Pusch seit 1982 auch an einer Frauenchronik und arbeitet gemeinsam mit Freundinnen weiter an diesem grossen Werk, das Frauen und insbesondere auch lesbische Frauen, in das Bewusstsein bringt. Zu diesem Zweck hat sie die Online-Datenbank fembio.org mit 12‘000 Biografien aufgebaut – weitere 20‘000 Datensätze zu Frauenbiografien sind offline verfügbar. Seit 1987 publiziert Luise F. Pusch zudem den „Berühmte Frauen Kalender“ und hat 8 Porträtbände mit Frauenbiografien herausgegeben: Schwestern/ Töchter/Mütter berühmter Frauen, Wahnsinnsfrauen (3 Bd.), Berühmte Frauen (2 Bd.).
Luise F. Pusch stellt ein paar besonders interessante Lesben, Frauen vor, und zeigt, wie bestimmte Frauengruppen in der Online-Datenbank gefunden werden können. Sie erzählt, wie sie mit der Arbeit an dieser Frauenchronik begonnen hat und wie sich das Projekt durch die Digitalisierung verändert hat.
Sabine Wunderlins Women‘s World FHD, bewegte Lesben und prominente Frauen – Samstag 6. Juli 2024, 20.00 Uhr
Moderation: Madeleine Marti und Nadja Herz
Foto-Präsentation und Gespräch mit Sabine Wunderlin, Pressefotografin und lesbische Aktivistin. Sie präsentiert uns einige Highlights aus drei Themengebieten ihres grossen fotografischen Werks der letzten vierzig Jahre.
- FHD – Ihre Abschlussarbeit an der Fotoklasse machte Wunderlin mit den Frauen im Militär, dem Frauenhilfsdienst 1984.
- Prominente Frauen – fast 40 Jahre hat Wunderlin als Pressefotografin gearbeitet und über 50’000 Bilder von ihr sind im Ringierbildarchiv im Staatsarchiv des Kantons Aargau aufbewahrt.
- Bewegte Lesben – Parallel zur ihrer professionellen Tätigkeit hat Wunderlin über Jahrzehnte hinweg Lesben aus der Frauenbewegung fotografiert, insbesondere von der FLOH, der Lesbenberatung und der LOS Lesbenorganisation Schweiz.
Im Gespräch wird sie über ihre Arbeit als Presse-Fotografin berichten und über die grossen Veränderungen dieser Arbeit durch technische/organisatorische Neuerungen.
Sabine Wunderlin «Zwischen Stein, Bundeshaus & Pudding Palace» Verlag rüffer&rub, 2023
2023 Autobiographien von Lesben
Luise F. Pusch – Gegen das Schweigen. Meine etwas andere Kindheit und Jugend
Ausschreibung und Tickets online:
Lesung und Gespräch um 20 Uhr
Moderation: Madeleine Marti
Bar ab 18 Uhr. Büchertisch
Film: 18.30 Uhr

Der Film von Madeleine Marti (Kamera von Sabine Wunderlin) zeigt Gespräche über ihre wissenschaftlichen Erfolge, aber auch ihre Ausgrenzung an der Universität. Zudem wird die Liebesgeschichte mit Professorin Joey Horsley aus Boston erzählt.
Koschka Linkerhand und Azadiya H. – Um mein Leben. Ein biografischer Bericht
Ausschreibung und Tickets online:
https://comedyhaus.ch/detail-seite/koschka-linkerhand-und-azadiya-h.html
Moderation


